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"2048" in Berlin Kreuzberg

Mittwoch, 28.10.2020

20:00 Uhr

RegenbogenKino
Lausitzer Str. 22, 10999 Berlin

Studenten, Erwachsene

Leute treffen

http://www.regenbogenfabrik.de

Keine Anmeldung erforderlich! Schaue einfach beim Treffen vorbei.

"Ein Blick auf die Welt von morgen"

Angst oder Hoffnung? Unser Blick in die Zukunft 2048 soll Mut machen.
Wie werden wir leben? Wer werden wir sein? Was bringt die Zukunft?

Ein Podcast der Audio-Utopistas

Nicht Weltuntergang, sondern das gute Leben ist Programm: 20 Stunden Woche, frische Luft, Solidarität. Geschenkt wird es uns nicht. Jede Veränderung beginnt mit einer Geschichte. Ein Podcast über die Welt von Morgen.
- in Kooperation mit attac-Berlin

Wird Gemeinwohl unser Handeln prägen, sinnvoll unser Tun und das Leben ein freudiges sein?
Der Traum einer besseren Zukunft beflügelt Menschen seit Jahrtausenden. Aber eben auch in falsche Richtungen. Dass die Menschheit in den letzten zwei Jahrhunderten an diversen Kreuzungen die falsche Abzweigung genommen hat, davon sprechen die Ängste unserer Zeit.

Es herrscht Angst vor Klimakatastrophe, Armut, Gewalt und Diktatur. Reichliche Bestätigung dafür findet wir gegenwärtig in Wetterextremen; Massenmigration; Erwerbs- und Obdachlosigkeit; Arbeiten bis zum Tod, weil die Rente nicht reicht; islamistischen und rechtsradikalen Terrorgruppen; reaktionären Staatenlenker wie Jair Bolsonaro, Donald Trump, Victor Orban, Narendra Modi u.v.m., die den Hass auf Minderheiten schüren; einem stetiger Anstieg von Treibhausgasemissionen, Waffenverkäufen weltweit. Jeder kann diese Liste endlos fortsetzen.

Wir wollen dem aktuellen Lamento ein anderes Szenario gegenüberstellen: Zukunft war und ist immer Möglichkeit, Veränderung zum Besseren. Davon lohnt es zu träumen, darüber lohnt es nachzudenken, dafür zu kämpfen erst recht. In unserem Projekt erzählen deshalb Stimmen verschiedener Menschen aus dem Jahr 2048; aus einer Welt nach dem Systemwandel - mit mehr Zeitsouveränität, Gemeinschaft, Solidarität, Selbstbestimmung, Gesundheit und Demokratie. Und mit weniger Lohnarbeit, Konkurrenz, Umweltschäden, Gewalt und Krieg.

Die Welt von Morgen wollen wir weder technisch-abstrakt, noch naiv und traumtänzerisch beschreiben: Aus der Zukunft blicken wir zurück auf die Krisen der Vergangenheit (also unserer Gegenwart).
Und wir beschreiben, wie diese Krisenüberwunden werden konnten, ein neuer Weg möglich wurde, wie auch der weltweite Stillstand durch den Coronavirus plötzlich die Frage nach einem anderen Morgen wieder beflügelte. Visionen und praktische Projekte von heute wollen wir dabei aufgreifen und weiterspinnen in die Zukunft.

Dafür nutzen wir diverse Perspektiven, unterschiedliche Charaktere und Orte, z.B.: Wie lebt eine alleinerziehende Frau 2048 in einem Dorf? Wie hat sich die Mobilität auf dem Land verändert? Wie haben sich die Menschen in den Städten nachbarschaftlich neu organisiert? Wie reisen sie, ohne die Umwelt zu überlasten? Welche Form der Arbeit gibt es im Post-Digitalen Zeitalter? Wie sehen die Leute Mode oder Fußball? Wie hat sich das Verhältnis von Individualismus und Gemeinschaft neu sortiert? Warum beteiligen sich inzwischen (fast) alle aktiv an den Entscheidungsprozessen? Und warum kann auch mal der Schlendrian Mitarbeiter des Monats werden?

In Form einer Collage berichten die Ich-Erzähler*innen vielstimmig von ihrem Alltag, ihren Sichtweisen auf das Leben im Jahr 2048 – und vergleichen es dabei natürlich auch immer wieder mit „früher“ – also heute. Nicht immer sind sie dabei einer Meinung.
Denn auch das Leben 2048 verläuft nicht ohne Konflikte und Widersprüche: Zum Beispiel über die Verteilung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, die kaum jemand machen möchte. Demokratie ist halt immer noch anstrengend und manchmal auch nervig. Und der fossile Kapitalismus, der noch bis in die frühen 30er Jahre die Weltwirtschaft prägte, hat Spuren der Zerstörung hinterlassen, mit denen die Menschen auch 2048 noch umgehen müssen.

Wir sind eine kleine Autor*innengruppe (Aktivist*innen, Journalist*innen, Wissenschaftler*innen) und planen zunächst eine Collage als szenische Lesung mit drei bis fünf Stimmen zwischen 45 und 60 Minuten – ein durchaus unterhaltsames Format zum Beispiel für Diskussions- und Kulturveranstaltungen, auch für den Utopie-Kongress in Leipzig. Der daraus entstehende Dialog mit den Zuhörer*innen, ihre Anregungen und Kritik, sollen unsere Arbeit weiter voranbringen.
Wir betrachten unser Projekt als „Work in Progress“. Wir sind uns bewusst, dass es sich um ein gemeinschaftliches, möglichst breit und dialogisch angelegtes Projekt handeln muss, um den Fallstricken – Naivität, einseitige Perspektiven, Befreiung aus der Beschränktheit des eigenen Denkens – zu entgehen.

Eintritt frei, Spenden willkommen.

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Bitte beachten:
Wegen der Abstands- und Hygieneregeln bei allen Veranstaltungen begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Es kann zum Einlassstop (bzw. zu Wartezeiten) kommen, wenn die Kapazitäten erreicht sind. Beim Wandeln auf dem Gelände und in den Räumen (z. B. Toilette) der Regenbogenfabrik, ebenso beim "Kontakt mit nicht Sozial-Familien-Angehörigen" herrscht Maskenpflicht.

Wir bitten um Euer Verständnis! Bleibt gesund!
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