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Let me join! in Berlin Kreuzberg

Sonntag, 21.01.2018

19:30 bis 21:30 Uhr

RegenbogenKino
Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin

Jugendliche, Studenten, Erwachsene, Familien, Senioren

Leute treffen, Politik

http://www.regenbogenfabrik.de

Let me join!

Bewegungsfreiheit ist das Recht zu gehen und zu bleiben.
Aktivist*innen in Amsterdam und Deutschland erzählen.

Premiere vom Film von Anne Frisius, in Zusammenarbeit mit Monica Orjeda
(52 min., span., engl., arab. mit dt. Ut., mit Musik von Farzia Fallah, Amsterdam/Bremen/Osnabrück 2016/2017)

So., 21.1.18 | 19:30 Uhr | RegenbogenKino


Was haben Hausangestellte ohne Papiere, ein Aktivist aus Nigeria und eine ehemalige DDR Bürgerin gemeinsam? Sie alle müssen oder mussten sich mit der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit auseinandersetzen.
Während Waren von Konzernen global zirkulieren und Menschen mit einem privilegierten Pass günstiger und einfacher reisen können als je zuvor, gelten für den überwiegenden Teil der Menschheit heute drastische Reisebeschränkungen.

Der Film "Let me join!“ zeigt Menschen, denen es nicht erlaubt war, von einem Ort zum anderen zu reisen und dort zu bleiben. Alle haben Mittel und Wege gefunden, es trotzdem zu tun.

Die Musik von Farzia Fallah, Posht-e Hichestan / Hinter dem Nichtland nach einem Gedicht des iranischen Dichters Sohrab Sepehri, lotet mit einer Flöte auf der Klangebene die Untiefen aus.

In Amsterdam: Arbeiten ja, Teilhabe nein.
Gehen und bleiben dürfen in einer globalisierten Welt - dafür setzen sich Jacqueline Contreras und Francia Galeano, zwei Hausangestellte und Gewerkschafts-Aktivistinnen ohne Papiere ein. Sie erzählen von drohender Abschiebung und davon, dass ihre Töchter trotz hervorragender Schulnoten nicht studieren dürfen, weil auch ihnen ein legaler Status verweigert wird.

In Deutschland: Erschwertes Ankommen.
Sunny Omwenyeke erinnert daran, dass die "Residenzpflicht", die Asylbewerber*innen verbietet, sich aus ihrem Landkreis weg zu bewegen, schon vom kolonialen Deutschland in Togo und vom nationalsozialistischen Deutschland auf "Fremdarbeiter" angewendet worden ist.

Während in der BRD die "Residenzpflicht" galt, wurde gleichzeitig die Einschränkung der Reisefreiheit in der DDR angeprangert, die es Konni Lerche unmöglich machte, einfach auszureisen. Ihre Flucht gelang schließlich mithilfe einer Schein-Ehe.

Bewegungsfreiheit heißt auch bleiben können. Asylbewerber in einer Unterkunft in Osnabrück organisieren friedlichen Widerstand gegen Abschiebungen und waren schon drei Mal erfolgreich damit.
Nessrin Hamdoon wurde als Geflüchtete im deutschen Lagersystem schwer krank. In einem zähen Kampf hat sie sich einen Weg an die Universität erstritten. Geholfen hat ihr dabei die Zusammenarbeit mit den lokalen Initiativen Solidarity City und No Lager. „Let me Join!“

Das Netzwerk Solidarity City setzt sich für gleiche Rechte für alle in der Stadt ein. Und das bedeutet: Mehr Lebensqualität für alle.

 

Natalia (19 J.):
"Ich soll kein Recht haben, hier zu leben, obwohl ich dazu beitrage, ein besseres Land zu schaffen?"

Nessrin Hamdoon (27 J.):
„Ich muss für mich selbst kämpfen. Ich muss alles selbst in die Hand nehmen und nach Leuten suchen, die bereit sind mitzumachen.“

Hassan Numan (27 J.):
„Lasst uns uns selbst organisieren! Wir brauchen eine Stimme, um unsere Probleme anzusprechen und um dazu beizutragen, die Probleme in dieser Stadt zu lösen! Wir sind ein aktiver Bestandteil dieser Stadt.“

Fernando Aguirre (48 J.):
"Kämpft und steht auf für eure Rechte! Gebt nicht auf!"

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